Unter dem Titel „Cooperative Praxis – Chancen und Risiken“ hat die Rechtsanwältin und Notarin Petra Stolter zwei Beiträge im Verbandsteil der Zeitschrift für Kindschafts- und Jugendrecht (ZKJ 2014, 299 f., 343 f.) veröffentlicht. Darin beschreibt sie, wie das Verfahren des collaborative law vor gut 20 Jahren in den USA entstanden ist und sich dann weltweit verbreitet hat. Sie betont die besondere Rolle der Anwälte, die ihr Mandat auf die außergerichtlichen Verhandlungen beschränken, und den Wert der Arbeit in einem Verhandlungsteam unter Beteiligung von Berufsträgern auch nichtjuristischer Professionen. Gegenüber der Mediation sei das Verfahren insbesondere dann vorzugswürdig, wenn sowohl eine rechtliche als auch eine psychologische Begleitung der Parteien notwendig erscheint wie auch in Fällen außergewöhnlicher Komplexität. Zur weiteren Verbreitung des Verfahrens wünscht sich Stolter die Etablierung beruflicher Netzwerke, eine Diskussion über das konkrete Verfahrensdesign sowie eine weitere Klärung der notwendigen Fähigkeiten der Verfahrensbegleiter. Die beiden Teilbeiträge sind im pdf-Format auf den Seiten der Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation e.V. abrufbar (Teil 1, Teil 2).