Streit in der Familie ist normal

Streiten will gelernt sein Es ist auch legitim, Streitigkeiten auszutragen. Klug ist es, dafür auch ein passendes Verfahren auszuwählen. Der Gang zum Richter ist eine Möglichkeit, aber nicht die einzige: Konsensorientierte Verfahren haben den Vorteil, dass sie Kosten sparen und häufig die tragfähigeren Lösungen ermöglichen.

Das Kokon-Verfahren kann man sich wie eine Mediation ohne Mediator vorstellen. Die Parteien vereinbaren ein rein außergerichtliches Verfahren und lassen sich dabei wie in jedem Gerichtsprozess von Rechtsanwälten beraten.

Scheidung mit intelligentem Ablauf

Das besondere Charakteristikum des Kokon-Verfahrens besteht darin, dass die Anwälte ihre Tätigkeit auf die außergerichtlichen Verhandlungen beschränken. Sollte sich eine der Parteien später dazu entscheiden, doch vor Gericht zu klagen, kann dieser Prozess nur mit anderen Anwälten durchgeführt werden.
Was im ersten Moment wie eine fragwürdige Beschränkung des anwaltlichen Mandats wirkt, hat durchaus einen Sinn. Denn wer sich darauf einlässt, gibt damit ein starkes Bekenntnis zu einer gütlichen Streitbeilegung ab. Im Kokon-Verfahren tun das beide Parteien – und das zeigt Wirkung. Studien in den USA weisen eine gütliche Einigung bei bis zu 95% der verhandelten Streitigkeiten nach.

Trennung und Scheidung mit Kind

Ein konsensuales Scheidungsverfahren ist umso wertvoller, wenn Kinder betroffen sind. Kinder haben immer das Nachsehen, wenn eine Ehe in die Brüche geht, und dabei haben sie nichts falsch gemacht. Wenn denn eine Trennung mit Kindern unerlässlich ist, wird man regelmäßig ihr Wohl in den Vordergrund des Verfahrens stellen wollen. Das Kokon-Verfahren folgt diesem Prinzip.

Wie lange gibt es Alimente in welcher Höhe?

Für Alimente bzw. Unterhaltszahlungen für eine alleinerziehende Mutter, einen alleinerziehenden Vater oder das Kind gibt das deutsche Recht feste Regelsätze vor, die in der so genannten Düsseldorfer Tabelle aufgelistet sind. Auch wenn man den Unterhalt damit ohne große Diskussion berechnen kann, macht es doch einen erheblichen Unterschied, ob man es schafft, die Trennung oder Scheidung ohne Gericht zu bewältigen. Denn während ein Gericht in aller Regel einen Anspruch zuerkennt, mit dem mindestens eine Seite nicht zufrieden ist, kann man sich in einem Kokon-Verfahren oder einer Mediation auf die Höhe der Alimente und etwaige Zahlungsmodalitäten einigen. Die Erfahrung zeigt, dass ein Konsens beim Thema Unterhalt die Zukunft erheblich vereinfacht, weil der Unterhaltsschuldner sich freiwillig zur Zahlung eines bestimmten Betrages verpflichtet hat.

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