Trennung mit Kind

Wenn Eltern sich trennen, tritt immer die Frage in den Raum, auf welche Weise man dies mit dem Kindeswohl vereinbaren kann. Eine Scheidung ist für Kinder grundsätzlich schmerzlich, aber eine einvernehmliche Trennung mit klaren Regeln kann helfen, die Gefühle der Scheidungskinder zu schonen. Das ist aber bei weitem keinen Selbstverständlichkeit.

Wie sieht die Gesetzeslage bei einer Trennung mit Kind aus?

Eine Trennung mit Kind ist nie einfachEine Trennung mit Kindern ist niemals eine ganz endgültige Trennung, da man der Kinder wegen miteinander Umgang pflegen und sich auch miteinander absprechen muss.

Trennten sich Verheiratete in den letzten Jahren, so war die Gesetzeslage klar. Das alte Recht sagte aus, dass ein gemeinsames Sorgerecht nur bei verheirateten Partner möglich war. Unverheiratete erhielten es nur, wenn sie sich gemeinsam dafür entschieden oder in den Stand der Ehe traten. Bei einer Trennung mit Kind war der Kindsvater meist im Nachteil.

Das neue Familienrecht

Laut der Pressemitteilung des Bundesministerium für Justiz vom 19. Mai 2013 wurden die Gesetze für eine Trennung mit Kindern an die gesellschaftlichen Gegebenheiten angepasst. Dies weil die Zahl der nicht-ehelichen Kinder deutlich gestiegen ist. Neu ist, dass nicht nur bei einer Scheidung die Kinder von beiden Elternteilen betreut werden sollen. Beide Eltern sollen Verantwortung für Scheidungskinder oder Trennungskinder übernehmen. Der Vater eines unehelichen Kindes darf und soll Umgang mit ihm pflegen, es sei denn, dies ist schlecht für das Kind. Stellt also kein Elternteil nach einer Trennung mit Kindern einen Antrag auf das Sorgerecht, bleibt es bei der gemeinsamen Fürsorge.

Was müssen Eltern bei einer Trennung mit Kind beachten?

Kinder leiden unter der TrennungBei einer Scheidung haben Kinder zwar das Recht, mit beiden Eltern umzugehen, wohnen aber in der Regel bei einem Elternteil. Bei einer Trennung mit Kindern sollte also geklärt werden, wie hoch die Höhe des Unterhalts ist, die der eine Elternteil für das Kind aufbringen muss. Die Düsseldorfer Tabelle stellt eine Richtlinie dar, wie hoch der Unterhalt für Scheidungskinder ungefähr ausfallen kann.

Zudem kann der Partner, der aufgrund der Betreuung eines Kleinkindes nicht arbeiten kann, zudem nach einer Trennung mit Kindern Ehegattenunterhalt verlangen.

Über wichtige Entscheidungen wie ärztliche Behandlungen des Kindes muss der Ex-Partner informiert werden, denn hier hat er ein Mitbestimmungsrecht. Nur die alltäglichen Entscheidungen darf der Partner, bei dem das Kind lebt, nach einer Trennung mit Kind selbst entscheiden.

Nach einer Scheidung sind Kinder also noch die Sache beider Eltern. Wenn sich die Eltern der Scheidungskinder über diese Dinge nicht einigen können, beginnt oft ein Kampf um das Sorgerecht.

Das Gericht muss dann zum Wohle der Scheidungskinder entscheiden. Bei einer Trennung mit Kind wird dem, der am meisten geeignet scheint, das Sorgerecht zugesprochen. Der Wille des Kindes ist bei dieser Entscheidung übrigens auch entscheidend. Die Lebens- und Wohnverhältnisse und das Umfeld, in dem das Kind leben wird, spielt in die Entscheidung mit ein. Grundsätzlich sollte gelten: Bei einer Scheidung sind Kinder möglichst wenig zu belasten.

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